Frau im Badebottich

Badebottich – der kleine Wellnesstempel im heimischen Garten

Ein Stück Badekultur der besonderen Art

Badebottich, Badefass, Badetonne –  alle bezeichnen sie gleichsam ein rundes Holzfass, in dem entspannt unter freiem Himmel gebadet werden kann. Dabei handelt es sich keineswegs nur um eine Reinigung des Körpers. Vielmehr fördert ein Bad in einem Badebottich die Gesundheit und stärkt, wenn gemeinsam erlebt, die sozialen Beziehungen zu Familie und Freunden. Das wiederum ist aber keine Erfindung unserer Zeit. Badekultur im alten ÄgyptenSchon die alten Ägypter nutzten Badeanlagen für therapeutische Zwecke und rituelle Waschungen. Bereits 2000 v.Chr. machten es sich die Ägypter im warmen Wasser, welches durch heiße Steine erhitzt wurde, gemütlich.

Eureka – welch Wohltat ein entspanntes Bad bringt

Auch im antiken Griechenland hatte die Badekultur einen hohen Stellenwert. Öffentliche Badekultur in der Antike: Archimedes in der BadewanneBadeanstalten eröffneten im 5. Jahrhundert v. Chr. ihre Türen und waren ausgestattet mit Wannen und Sitzwannen, die kreisbogenförmig oder rechteckig angeordnet waren. Die Griechen suchten sich ihre Entspannung in Dampfbädern, Heißluftbädern und Warmbädern. Ob dabei griechischer Wein kredenzt wurde, wissen wir nicht, aber es wurde beim gemeinsamen Schwitzen und Baden mit Sicherheit rege philosophiert und diskutiert. Eine Beschäftigung, die auch unter den Römern sehr beliebt war. Wer es sich leisten konnte, gönnte sich einen Besuch in einem römischen Badehaus. Damals gab es einen strikten Ablaufplan. Zunächst verstaute man seine Kleidung in einer Box im Umkleideraum und wärmte sich auf einer Art Sportanlage auf. Dann ging es in den Kaltbaderaum zur Reinigung des Körpers. Anschließend suchte der entspannungssuchende Römer einen Warmbadraum auf. Bei einer angenehmen Temperatur von 20-25°C massierten einen auf Wunsch Bedienstete, bevor es in den zentralen Raum, das Warmbad ging.Badekultur im römischen Reich: Römische Badeanstalt Bei 50°C schwitzten die Römer sich gesund. Damit die Füße durch die Bodenheizung nicht verbrannten, trugen die Römer Holzschuhe. Nach der Prozedur endete die wohltuende Behandlung wieder im Kaltbad. Eine Wohltat für den Körper. Und was machten die germanischen und skandinavischen Völker? Diese hatten in ihren Badestuben kleine steinerne Herde, die mit Wasser übergossen wurden. Der aufsteigende Wasserdampf sorgte für eine entspannende Atmosphäre.

Ein Wechselbad der Gefühle

Badekultur im Mittelalter im BadebottichAuch im Mittelalter suchten die Menschen Badehäuser auf. Gemeinsam saßen sie in riesigen Wannen aus Holz, die mit heißen Kieselsteinen und Wasser gefüllt waren. Damit sich keiner der Badegäste die Füße verbrannte, nahm man auf einem Schemel oder einer Bank Platz. In adligen Kreisen war es ebenfalls üblich, gemeinsam zu Baden. Gäste wurden vor einem Festmahl in großen Holzzubern empfangen und zu einem wohligen Bad eingeladen. Im 16. und 17. Jahrhundert kam das Baden außer Mode. Die Furcht vor Krankheiten, die im Wasser durch die Poren der Haut in den Körper dringen konnten, war groß. Also griffen Adlige zu Parfum und Puder statt zu Wasser und Seife. Das änderte sich rasch im 18. und 19. Jahrhundert. Plötzlich erlebten Heilbäder und Kuranstalten einen wahren Boom. Wer etwas auf sich hielt und für seine Gesundheit tun wollte, der fuhr in eines der zahlreichen Seebäder oder zur Kur.

Entspannung pur in einem Ofuro-Bad

Badekultur in Japan: Japanerin im BadebottichUnd wie sah es außerhalb Europas aus? In Japan beispielsweise wurde Hygiene schon immer groß geschrieben. Es war nicht unüblich, dass gemeinsam in einem Ofuro, also einem kurzen und tiefen Badebottich, gebadet wurde. Auch Gäste wurden zum gemeinsamen Bad eingeladen. Und war der Badebottich zu klein, dann entschied die Hierarchie, wer zuerst sein Bad einnehmen durfte. Anders als wir es kennen, reinigten sich die Japaner ordentlich, bevor es in die Wanne ging. Denn das Badewasser durfte nicht unnötig verschmutzt werden. Das Bad diente also eher gesellschaftlichen Zwecken sowie der Unterstützung der Gesundheit und weniger dem Aspekt der Reinigung. Und der Badebottich? Es zeigt sich, dass die Verknüpfung der wohltuenden Tat eines Bades mit der Pflege sozialer Kontakte eine lange Tradition hat. Und so verwundert es nicht, dass der Trend des Badebottichs peu à peu über Skandinavien zu uns in die heimischen Gefilde gewandert ist. Kommen auch Sie in den Genuss eines traditionellen Wellnessprogrammes wie bei den Römern oder Griechen und gönnen Sie sich die absolute Entspannung mit einem Badebottich. Wir beraten Sie gern über unsere Auswahl an Badebottichen zu Top Preisen. Sie möchten Sich über Badebottiche informieren? Dann werfen Sie einen Blick in unseren kleinen Ratgeber.