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Dacheindeckung eines Gartenhauses

Die Art der Dacheindeckung eines Gartenhauses hängt in entscheidendem Maße von der Statik des Hauses ab. Diese wird durch die Wandstärke und die Dachkonstruktion beeinflusst. Aus diesem Grund ist nicht jede Dacheindeckung gleichermaßen geeignet für ein Gartenhaus. Von schweren Eindeckungen, wie Dachsteine, Ziegel oder Gründächer, muss man sich zumeist schon bei der Planung verabschieden. Trotzdem besteht auch bei Gartenhäusern die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Eindeckungen zu wählen. Jede verfügt dabei über spezifischen Vorteile, bringt unter Umständen aber auch Nachteile mit sich. Eine Übersicht.

Statik ist entscheidend

Bei Gartenhäusern ist zumeist eine leichte Dacheindeckung das Mittel der Wahl. Darunter fallen Materialien wie Kunststoff, Dachpappe und Bitumenziegeln. Dachpappe wird als Rollenware verkauft und in Bahnen verlegt. Sie hat den großen Vorteil, dass sie über ein sehr geringes Eigengewicht verfügt und die Dachkonstruktion nicht durch großes Gewicht belastet. Im Vergleich zu anderen Eindeckungen ist Dachpappe nicht besonders lange haltbar und muss öfter ausgetauscht oder neu abgedichtet werden. Deshalb wird sie zumeist nicht alleine als Abdeckung eingesetzt, sondern in vielen Fällen als Unterdach, zum Beispiel bei einer Deckung mit Dachschindeln aus Bitumen. Diese sind widerstandsfähiger und auch für Dächer mit Neigung geeignet. Diese Schindeln werden versetzt zueinander montiert, ähnlich wie Dachziegeln, und werden vor allem im skandinavischen Raum häufig eingesetzt. Sie sind von der Statik unabhängig und lassen sich auch auf Dächern mit einer geringen Dachneigung gut einsetzen. Diese sollte bei einer Deckung mit Bitumenschindeln trotz allem nicht weniger als zwölf Grad betragen.

Alternativen aus Kunststoff oder Blech

Kunststoff ist ebenfalls ein relatives leichtes Material. In Form von Dachpfannen lassen sie sich besonders bei Gartenhäusern mit größerer Dachneigung einsetzen. Dabei ist es auch möglich, durchsichtige Schindeln einzubringen. Dies hat einen positiven Effekt auf die Helligkeit im Gartenhaus. Kunststoffdachpfannen sind in der Regel dauerhaft widerstandsfähiger als Bitumen oder Dachpappe, haben dafür bei Regen einen unschönen Nachteil: Sie sind sehr laut, wenn Regen auf die Kunststoffdachpfannen prasselt. Eine weitere Alternative sind Profil- oder Wellbleche. Diese sind in verschiedenen farblichen Ausführungen erhältlich und lassen sich auch explizit auf flachen Dächern einsetzen. Sie sind im Vergleich zu Kunststoff bei Regen allerdings noch lauter.