Beispiel_unserer_Douglasie_Terrassendielen

Die Douglasie-Terrasse: Pflege und Holzschutz professionell angehen

Das Holz der Douglasie überzeugt immer mehr Heimwerker und Profis. Besonders im Außenbereich, im Garten und beim Bau von Terrassen hat es sich durch zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Terrassenhölzern durchgesetzt. Was das Holz der Douglasie so wertvoll macht, wie Sie es richtig pflegen und Ihre Holzterrasse möglichst lange schön erhalten, erfahren Sie hier.

Was das Douglasienholz so besonders macht

Die Pseudotsunga meziesii, die auch unter den Namen Douglasfichte, Douglaskiefer oder -tanne bekannt ist, gehört zur Familie der Kieferngewächse. Sie ist ein immergrüner Baum mit einer Wuchshöhe von etwa 60m bei bis zu 4m Stammdurchmesser. Die Douglaskiefer besitzt eine schlanke, keilförmige Krone, ihre Nadeln sind grün bis blaugrün und geben nach dem Zerreiben einen aromatischen Citrusduft ab. Man unterscheidet zwei Arten von Douglasien, die Küstendouglasie oder Grüne Douglasie und die Gebirgsdouglasie, auch Blaue Douglasie genannt. Dabei kann die Douglastanne je nach Art und Standort zwischen 400 und 1400 Jahre alt werden.

Die Douglastannen sind im westlichen Nordamerika beheimatet, wo sie an den Hängen der Rocky Mountains genauso gedeihen wie im kanadischen Britisch-Kolumbien bis zur kalifornischen Sierra Nevada und Mexiko. Doch auch in vielen Teilen Asiens, in China und Japan, sind Douglasienarten beheimatet. Seit der Wert des Douglasienholzes im 19. Jahrhundert erkannt wurde, baut man die Douglaskiefern auch in Mitteleuropa gezielt an.

Das Holz der Douglasie weist eine charakteristische helle – bei jungen Hölzern leicht rötliche – Farbe auf. Es verfügt über eine sehr hohe natürliche Dauerhaftigkeit und Resistenz, weshalb die Haltbarkeit zwischen 15 und 20 Jahre betragen kann. Eine natürliche Versiegelung schützt es vor Witterungseinflüssen, weshalb das Kernholz sogar ohne chemischen Holzschutz für Außenbereiche mit gelegentlicher Feuchtigkeit genutzt werden kann. Dabei ist das Holz relativ leicht zu verarbeiten und zeigt auch nach Jahren kaum Risse.

Das benötigen Sie für die Pflege der Terrassendielen

Das Holz der Douglasie erfordert im Vergleich zu anderen Holzarten nur wenig Aufmerksamkeit, da es sehr witterungsbeständig und wenig anfällig für Pilze oder Insekten ist. Terrassendielen aus Douglasienholz können zusätzlich leichter imprägniert und mit einem Holzschutz versehen werden als Fichtenholz. Wenn Sie Ihrer Holzterrasse dennoch ein Mindestmaß an Pflege mit den richtigen Produkten zukommen lassen, werden Sie umso länger Freude an ihr haben.

Für Reinigung und Instandhaltung der Terrasse benötigen Sie keinen speziellen Reiniger. Eine Bürste, Pinsel oder Tuch, Holzöl und gegebenenfalls ein Entgrauer genügen für die Terrassenpflege völlig. Ob Sie als Holzschutz ein einfaches Terrassenöl verwenden oder zu einem speziellen Douglasienöl greifen, bleibt dabei Ihnen überlassen. Ein Douglasienöl bietet neben Schutz und Pflege oft eine Farbtonauffrischung, die auf die Eigenfärbung des Holzes abgestimmt ist.

Wenn Sie als Reinigungsmittel einen Ergrauer einsetzen wollen, um vergrauten Holzflächen ihre natürliche Farbe wiederzugeben, sollten Sie darauf achten, dass dieser an sich möglichst farblos ist. Die Farbgebung des Holzes können Sie später mit pigmentierten Ölen beeinflussen, nicht aber bei der Reinigung.

Douglasie-Terrasse – Pflege richtig gemacht

Um die Haltbarkeit Ihrer Douglasie-Terrasse zu erhöhen, reicht es, wenn Sie das Holz einmal im Jahr mit einem Öl behandeln. Als Vorbereitung auf den Pflegevorgang sollte der lose Schmutz von der Terrasse entfernt werden. Das Holz wird mit einem Besen oder einer weichen Bürste vollständig von Staub und Pflanzenresten befreit. Danach können Sie ein Öl verwenden, das gleichzeitig Pflege und Holzschutz übernimmt.

Terassenöl oder Douglasien-Öl ist wasserabweisend und bietet einen optimalen UV- und Witterungsschutz. Es ist atmungsaktiv und reguliert die Feuchtigkeit. Außerdem schützt es das Holz zuverlässig vor dem Austrocknen und somit auch vor schädlicher Rissbildung. Mit den Pinselborsten oder einem Tuch können Sie das Öl Stück für Stück auftragen. Es ist wichtig, dass die Terrasse danach ca. 2 Tage ungenutzt bleibt, um das Pflegeprodukt optimal aufnehmen zu können.

Dass sich mit den Jahren der Farbton der Douglasienbretter verändert und das Holz ergraut, ist ganz normal, manchmal sogar gewollt. Wenn Sie Ihre Holzterrasse lieber in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen wollen, können Sie diesen mit einem Entgrauer wieder herstellen. Dazu arbeiten Sie das Produkt mit einer Bürste in das zuvor trockene Holz ein und spülen es anschließend mit reichlich Wasser wieder ab. Dieses Vorgehen können Sie wiederholen, bis die gewünschte Farbe erreicht ist.

So schützen Sie Ihr Terrassenholz für eine längere Haltbarkeit

Eine längere Lebensdauer Ihrer Holzterrasse können Sie nicht nur durch gutes Pflegen erreichen. Mit dem richtigen Schutz bleibt das Holz der Douglastanne bis zu 20 Jahre schön und gesund. Wenn die Oberfläche des Holzes keiner direkten Sonneneinstrahlung und Witterung ausgesetzt ist, beispielsweise durch einen schattigen Standort oder einer Abdeckung im Winter, können Sie auch bei Pflegeprodukten sparen und somit dem Vergrauen vorbeugen.

Bei aller Witterungsbeständigkeit der Douglasie ist es dennoch entscheidend, dass beim Terrassenbau das Auftreten von Staunässe verhindert wird. Beim Verlegen der Terrassendielen sollte auf einen trockenen, ebenen Grund und auf eine hinreichend hohe Unterkonstruktion geachtet werden. Für die Terrassen sollten außerdem nur hochwertige Douglasiendielen aus Kernholz verarbeitet werden.

Douglasie-Terrasse – mit Pflege der Vergrauung vorbeugen

Das Holz der Douglasie bildet nach einigen Jahren eine Patina aus, die als gräuliche Verfärbung auf der Holzoberfläche erscheint. Ganz verhindern kann man diesen natürlichen Vorgang nicht. Mit einigen Tricks können Sie die Vergrauung aber zumindest abmildern und verzögern.

Sie können zum Beispiel die ungenutzte Terrassenfläche in der kalten Jahreszeit abdecken, um sie so vor der Sonne und vor schädlichen Wettereinflüssen zu schützen. Sie können sich aber auch für ein intensiveres Pflegevorgehen entscheiden. Nach dem Einarbeiten des Holzöles sollten Sie einmal jährlich auch einen lösungsmittelfreien „Vergilbungsblocker“ als Lasur benutzen. Dieser verhindert Farbveränderungen durch UV-Einstrahlung und reduziert alle Verfärbungen.