Holzlasuren

Als Lasur werden transparente (nichtdeckende) Beschichtungen bezeichnet, die auf Holz aufgebracht werden können. Anders als deckende Farbe lässt Holzlasur die Holzstruktur/die Maserung gut zur Geltung kommen. Konventionelle Lasuren (bei denen unter Umständen chemische Zusatzstoffe und/oder Biozide enthalten verwendet werden) sind ebenso erhältlich wie sogenannte Naturlasuren. Wie bei Holzpflegeölen (siehe auch: Holzpflegeöl) tragen sie zur Offenporigkeit des Holzes bei. Farbige/getönte Holzlasuren sind ebenfalls erhältlich.

Unterschiedliche Holzlasuren

Generell wird zwischen Dünn- und Dickschichtlasuren unterschieden. Die wesentlichen Merkmale/Unterschiede sind:

  • Dünnschichtlasur: Wasserähnliche Konsistenz, tiefes Eindringen in das Holz. In der Regel aber hohe Geruchsbelästigung, weshalb sie nicht/nur bedingt in Innenräumen zu verwenden ist.
  • Dickschichtlasur: Lackähnliche Konsistenz, neigt nach einer gewissen Zeit zum Abblättern, weshalb spätere Anstriche schwer(er) umzusetzen sind.

Anwendungsbereiche

Im Außenbereich kommen in der Regel Dünnschichtlasuren bei Zäunen, Palisaden oder Außenfassaden von Gartenhäusern etc. zum Einsatz. Nach einer gewissen Zeit bleichen Dünnschichtlasuren aus, weshalb eine Nachbehandlung in regelmäßigen Abständen in der Regel erforderlich ist. Dickschichtlasuren werden bevorzugt bei sogenannten maßhaltigen Bauteilen eingesetzt. Dazu zählen Türen und Fenster ebenso wie Möbel, die im Innenbereich eingesetzt werden. Hier geht es vorrangig um die dekorative Wirkung, die mit ihnen erreicht werden kann.